Dressur | Springen | Vielseitigkeit | Ausbildung für Pferd und Reiter

Jörn Warner

Carouge springt mit Courage

Ich muss nachsitzen im Parcours. Um die Dressur mache ich mir nie Sorgen. Durch meine erfolgreichen Starts mit Sky habe ich mir eine gewisse Lässigkeit erworben. Im Gelände hat mir zuerst Carl und jetzt auch Paul ein unglaubliches Selbstvertrauen gegeben. Nur im Springen habe ich manchmal einen Knoten im Kopf. Deshalb und weil Curt dieses Jahr noch nicht so viel unterwegs war, war ich vergangenes Wochenende in Duisburg, statt die Rheinischen Meisterschaften in Hünxe zu reiten. So peinlich es ist: Zuhause funktioniert es sowohl mit Curt als auch mit Paul ohne Probleme. Aber auf Turnier wäre ich gerne selbstsicherer im Parcours unterwegs. Unsere knubbelige Kanonenkugel Curt stört das nicht. Ihn stört es auch nicht, dass er zu den kleinsten auf dem Abreiteplatz zählt, oder dass da so viele Schimmel rum rennen und er als Brauner aus der Reihe fällt. Curt packt seine Aufgabe einfach an. Mit jeder Runde gewinnt er im Stangenwald mehr Übersicht. Hielt er im Herbst vergangenen Jahres noch komplett in der ersten Prüfung die Luft an, waren es in Duisburg nur die ersten beiden Sprünge an denen Curt nicht zum Atmen kam. Das belohnten die Richter mit einer 7,5 und Platz 9. In der Springpferde M am Nachmittag zeigte der siebenjährige Turnierneuling seine bisher schönste Runde. Ebenfalls mit einer Note von 7,8 wurde Curt vierter. Damit verlängert er seine lupenreine Bilanz um ein weiteres Turnier. Mit einer Ausnahme hat er bei jedem Start mit mir eine Schleife mit nach Hause gebracht. In dieser Hinsicht macht er Paul fast ein bisschen Konkurrenz.

Wer das Schleifensammeln noch ein bisschen lernen muss, ist unser Neuzugang Frida. Seit vier Wochen steht die bunte braune Stute bei uns und hat sich prima eingelebt. Sogar über Stangen und Baumstämme habe ich sie schon hüpfen lassen. Aber von ihrer Veranlagung her ist sie nun wirklich ein reines Dressurpferd. In Duisburg gab sie bei uns ihre Turnierpremiere. Zwar guckt sich die sechsjährige Stute neugierig um, aber sie hat sich nie aus der Ruhe bringen lassen und immer schön mitgearbeitet. In der Prüfung kam ich von Runde zu Runde mehr zum Reiten. Wenn Frida mal die Kraft hat ihren Körper zu bedienen, wir sie ein ganz tolles Pferd. Nun soll sie die kecke Stute zu allererst in Ruhe entwickeln.

 

 

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Pauls Sterne

Paul hat ein neues Hobby: Schleifen sammeln. Vergangenes Wochenende ist Platzierung Nummer sieben hinzugekommen. Und das nur aus dieser Saison. Wo vergangenes Jahr noch der Knoten fest saß und wir unsere Leistung nicht bis ins Ziel bringen konnten, hat sich diese Saison alles zum Guten gewandelt. So auch in Holzerode. In der Dressur nähert sich Paul meinem gesteckten Ziel – eine drei vor dem Komma – mit taktsicheren Tritten. Dieses Mal waren es glatt 40 Miese und Rang drei hinter Sara Algotsson und Janet Wiesner. Ich hatte mein Pferd eigentlich zu früh fertig auf dem Abreiteplatz. Wenn die Prüfung fünf Minuten eher losgegangen wäre, hätte ich Paul noch besser präsentieren können. Aber das ist jetzt gerade wirklich meckern auf hohem Niveau. Über mein Springen kann ich sorgenlos meckern, das hatte kein Niveau. Wirklich, ich bin so eine Kaffeetour geritten, dass wir mit neun Fehlern für Zeitüberschreitung nach Hause gekommen sind. Plus unser obligatorischer Springfehler. Ich kann es einfach noch nicht abstellen. Das nervt mich wirklich gewaltig. Trotz alledem lagen Paul und ich nach den ersten beiden Abschnitten auf Platz neun. Ob ich es irgendwann mal schaffen werde, dieses außergewöhnliche Pferd so vorzustellen, dass ich ihm in jeder Teildisziplin gerecht werde? Trotz seiner Größe und des sensiblen Nervs, habe ich schon beim Ausprobieren vor drei Jahren etwas in ihm gesehen. Auch wenn ich den Sprung nur aus dem Trab anreiten durfte, weil Gas und Bremse noch nicht richtig justiert waren, konnte mich Paul auf Anhieb überzeugen. Diese Überzeugung habe ich nie verloren. Auch nicht als er sich überlegte, noch zwei bis zehn Handbreiten zu wachsen. Vor zwei Jahren gewann ich in Hünxe die Geländepferde A. Seit dem ist jedes Jahr ein Stern hinzugekommen. Vergangenes Wochenende bewies mein erwachsen gewordener Youngster im hügeligen Gelände, dass er auch das Galoppieren am Berg nicht scheut. In seinem ersten CIC** schnürte er durchs Gelände, als ob es das normalste der Welt wäre. Paul ließ alle technischen Abfragen aussehen, wie Gymnastikreihen. Frisch und munter, ohne Kratzer, brachten wir 2,8 Zeitfehler mit ins Ziel. Damit waren wir drittschnellstes Paar im Gelände. In der Endabrechnung hieß das Platz vier hinter so klangvollen Namen wie Wega, Zilia, Khira. Während die schwedische Nationalhymne angestimmt wurde, hörte Paul total aufmerksam zu und war sich bombensicher: Die Musik wird nur für mich gespielt. Eingebildeter Schlumpf. Ich werde ihm noch ein bisschen Nachhilfe in Sachen Hymnen geben, aber dann hat er für mich wirklich alles, was ein Pferd braucht um weiterhin erfolgreich die Sterne zu sammeln.

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Tag 15 – Racing Day

imageHeute gab es von oberster Stelle eine Order: Wir sollten bis 13 Uhr mit allen Pferden fertig sein und Feierabend machen. Im nächsten Ort fanden den ganzen Tag point-to-point Rennen statt. Die verschiedenen Jagdgesellschaften veranstalten in der Nebensaison Hindernisrennen. Und wenn ich schon in den vergangenen Tagen dachte, ich wäre in einem Rosamunde Pilcher-Film unterwegs, dann war das heute meine Bestätigung. Ich fühlte mich wie in einem Ölgemälde, das eine ländlich Gesellschaft zeigt. Poppy – eines der groom-girls – kommt hier aus der Gegend und hat uns ein bisschen was zu der Veranstaltung erzählt. Eigentlich werden diese Rennen hauptsächlich dazu genutzt sich außerhalb der Jagdsaison zu treffen und ein Bier miteinander zu trinken. Oder ein Glas Wein. Oder eine gesunde Mischung. An alkoholischen Alternativen mangelte es zumindest nicht. Eine kleine Shoppingmeile wurde aus dem Boden gestampft und Fressbuden haben natürlich auch nicht gefehlt. Den größten Ansturm erlebten aber die Buchmacher. Wozu gibt es schließlich Pferderennen, wenn nicht gewettet werden kann. Wir haben jedoch lieber untereinander gefachsimpelt, welches Pferd wohl gewinnen wird und unser Geld an die Imbissstände getragen. Die drei wichtigsten Accessoires bei solch einer Veranstaltung scheinen mir Gummistiefel, Sonnnebrille und wahlweise Kind oder Hund zu sein. Mir hat der Ausflug zum Rennen jedenfalls viel Spaß gemacht.

Cheers,

Jörn

 

 

Tag 14 – Learning Denglish

Auch wenn Oxford nur eine Stunde östlich von hier liegt, ist mein Englisch weit davon entfernt dem Standard der berühmten Universiätsstadt zu entsprechen. Immerhin habe ich mich von „okay, okay, okay“ schon hochgearbeitet zu „yes, it’s fine for me“. Aber es würde mir hier sowieso aus reiner Höflichkeit keiner sagen, dass ich mehr Denglish als alles andere spreche. Witzigerweise ertappe ich mich immer öfter dabei auf Englisch zu denken. Meine Jungs need two Scheppen Müsli und ich bringe sie in den Walker. So langsam komme ich auch hinterher, wenn sich fachlich unterhalten wird. Die fünf Groom-Girls von Bill geben sich aber auch alle Mühe deutlich mit mir zu sprechen. Im Gegenzug bringe ich ihnen ein paar Brocken Deutsch bei. Feinstes Hochdeutsch für eine gepflegte Konversation ist es natürlich nicht: Von „wie geht es dir“ bis zu „blöde Kuh“ sind wir heute schon gekommen. Morgen geht es weiter im Text. So lange wünsche ich euch allen „happy easter“!

Cheers,

Jörn

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I think the easterbunny crosses our way while trotting up the hill

 

 

Tag 13 – Filmreif

Ich glaube, ich bin in einem Streifen von Rosamunde Pilcher gefangen! Nicht nur, dass mir beim Tanken das englische Klischee schlechthin über den Weg gelaufen ist – ein Mini Cooper in english green, aus dem ein junger Typ mit blauer Waxjacke von Barbour ausstieg – sondern auch das Schild „Cornwall“ an dem ich gestern vorbei fuhr, sind eindeutige Indizien für mich. Gleich kommt Rosamunde hinter einer Hecke vorgesprungen und ruft „Action“. Heute hatten wir Besuch von englischen Herrenreiter. Gut, dass wir Pferde unsere Kunden fertig machen, ist ja auch in Deutschland nicht unüblich. Aber das Outfit der feinen Herrschaft was very britsh. Von der dunkelblauen Samtkappe, über das kleinkarierte Sacko, bis hin zu den cremefarbenen Reithosen und diesen Wildlederboots. Einfach nur herrlich. Und wo ich gerade Klischees sammle: der englische Landregen ist wirklich phänomenal! Man wird einfach nicht nass! Es schifft in einer Tour, aber es kommt nicht wirklich auf der Kleidung an. Außerdem traue ich mich hier gar nicht einen fiesen Witz zu machen. Alle sind so „polite“. Da kommt sogar Christina, unsere Kanadierin im Team Levett, nicht mit. Ups. Schon wieder ein Klischee! Ehrlich gesagt tauche ich gerade mit dem Kopf voran in diese neue Gesellschaft ein und es macht mir riesigen Spaß nicht nur Neues im Pferdebereich zu erfahren, sondern auch England für mich zu entdecken. Morgen gucke ich mir hier mal an, wie Ostern auf Englisch geht.

Cheers,

Jörn

Tag 12 – Turnierdebüt

Paul hat heute einen offiziellen Beschwerdeantrag gestellt: nur weil sein Vater Holländer ist, möchte er nicht die ganze Zeit mit dem Wohnwagen unterwegs sein! Sorry Paul! Darauf können wir zurzeit keine Rücksicht nehmen. Nachdem unser ursprünglich genanntes Turnier in Goaring Heath abgesagt wurde, sind wir heute Morgen um halb acht an die Südküste gefahren. Die Besitzer von Somerley Park waren so nett, für das ausgefallene Turnier Ersatzprüfungen auszuschreiben. Aber auch hier sind die sintflutartigen Regenschauer am Boden nicht spurlos vorbei gegangen. Gut nur, dass es hier scheinbar Land ohne Ende gibt und die sechs Dressurviereck immer wieder verschoben werden konnten, so dass der Boden einigermaßen erträglich war. Zumindest für englische Pferde. Paul fand es doof. Er hatte mit seiner großen Übersetzung auf dem kleinen Viereck (20×40) und dem zusätzlich tiefem Boden, echte Probleme. Ähnlich erging es ihm im Springen. So eine schlechte Runde hat er noch nie abgeliefert. Hinzu kommt in diesen beiden Disziplinen, dass Paul sich am Anfang der Saison gerne ablenken lässt. Peinlich, peinlich! Schließlich bin ich ja nicht nach England gefahren um schlechter zu reiten als Zuhause. Zu unserer Ehrenrettung muss ich sagen, dass Paul aber das beste Pferd im Gelände war! Und ärgerlicher Weise damit nur um 0,2 Punkte an der Platzierung vorbei geschrammt ist. Eine Stange weniger unten und wir hätten es mit Weile geschafft. Jetzt bin ich erstmal froh, dass wir unsere Premiere hinter uns gebracht haben und das sich die Winterarbeit im Gelände auszahlt. Dressur und Springen bekommen wir wieder in den Griff. Nächste Woche gibt es ja schon eine neue Chance. Dann in Weston Park.

Cheers,

Jörn

 

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The Park of Somerley

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Paul freut sich auf den Start! Und guckt sich neugierig die ungewöhnliche Umgebung an

 

Tag 11 – Tür auf, Tür zu

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Heute haben Paul und Curt eine Blitzausbildung zum working equitation horse gemacht. Naja zumindest mussten sie eine der Disziplinen einige Male wiederholen. Wer in England mit seinem Pferd eine Runde im Gelände drehen will, der muss schnell lernen vom Rücken des edlen Rosses aus Wegetore zu öffnen und auch schließen. Paudie Prinzessin, was not amused, hat es aber nach dem zweiten Tor über sich ergehen lassen. Curt hingegen war gaaaanz tapfer. Mutig hat er als Türöffner mitgearbeitet und ist sogar mal vorausgegangen. Wir jedenfalls haben es in vollen Zügen genossen in dieser herrlichen Landschaft unterwegs sein zu können. Die Jungs hingegen mussten am Berg ordentlich arbeiten. Übrigens ist es hier mehr als nur ein bisschen hügelig. Da haben Bills Pferde meinen beiden bergauf konditionell einiges voraus. Aber wir arbeiten daran. Es ist ja erst die erste Woche. Morgen geben wir unser Turnier-Debüt in England. Bill sagt, es wäre „nearby“. Hier bedeutet das eine dreistündige Fahrt!

Cheers,

Jörn

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Paul: so viel Grün und nicht zum Fressen?

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Curt conquers the World

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Paul: bergauf, bergab, bergauf, bergab! Sind wir bald da?

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Gemeinsam sind wir stark!

 

Tag 10 – Springstunde auf englisch

Jetzt hat Bettina mit mir wochenlang daran gearbeitet die Hände zum Sprung tief zu halten. Ich hatte es kapiert. Doch nun sind sie zu tief. Außerdem sitze ich nach dem Sprung zu schwer ein, da fehlt mir die Leichtigkeit. Ich würde sagen, dass ist der typisch deutsche Reitstil. Nach ein, zwei Sprungreihen hatte ich aber verstanden, was Bill mit seinen Hinweisen meinte. Außerdem muss ich noch mehr an meiner Balance aus der Mitte heraus arbeiten. Wenn das alles mal so leicht wäre, wie es sich anhört. Bills Gleichgewicht ist natürlich unerschütterlich, egal welche Kapriolen seine Pferde vor oder über dem Sprung machen. Übrigens bin ich wirklich froh, dass Bill sich nach jeder Runde zu mir gesellte und alles in Ruhe besprach. Ich hatte schon ein wenig Sorge, dass ich sein Anweisungen nicht verstehen würde – sowohl akustisch als auch sprachlich. Aber alles gut. Hatte ich schon erwähnt, dass meine Jungs sich bei der leichten Springeinheit von ihrer besten Seite gezeigt haben? Haben sie!

Cheers,

Jörn

Tag 9 – Unentschlossener Curt

Heute war nun endlich mein erster richtiger Arbeitstag im Team Levett. Pünktlich um sieben Uhr geht es hier los: Heu und Kraftfutter füttern, misten, Pferde auf die Führmaschine und Paddocks verteilen. Dann durfte ich schon mein erstes Pferd reiten. Bei orkanartigen Winden auf einem Außenplatz mit dem geilsten Ausblick überhaupt. Little Charingworth Stud liegt auf einem Hügel, von dem aus es sich bestens ins Tal schauen lässt. Jedenfalls genoss ich das Reiten auf diesem sensationellen Außenplatz mit noch einem weiteren Pferd von Bill und meinen beiden. So aufgeregt Paul auch beim Fertigmachen war – er ist uns beim Trensen fast abgehauen – so gut lief er bei der leichten Dressurarbeit. Und unser antireisender Curt? Was soll ich sagen? Er hasst Wind und was tut es hier seit 24 Stunden ununterbrochen? Richtig! Winden! Aber der Außenplatz gefiel ihm. Er ließ sich eine richtig runde Trainingseinheit reiten. Dabei konnte ich nicht widerstehen über den Wassergraben zu hüpfen. Scheinbar sind englische Wassergräben weniger schrecklich als deutsche. Jedenfalls packte er diesen sofort an. 1:1 für England. In Führung ging Curts neue Heimat aber mit dem Ausflug aufs Paddock. Während es bei uns Zuhause bei diesem Wetter nur schwer möglich wäre Pferde rauszustellen, verbringen sie hier den halben Tag auf Winterweiden aus Gras oder Holzschnitzel. Das tat dem angekratztem Nervenkostüm meiner Jungs super gut. Zudem kam heute auch meine Futterlieferung von Marstall. So müssen sich Paul und Curt nicht umstellen. Ich würde sagen wir sind endgültig angekommen.

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Cheers,
Jörn

Tag 8 – Endlich angekommen

Heute Morgen hieß es für uns „früh aufstehen“. Da wir bei unserem unfreiwilligen Stopp in Frankreich aber ausreichend Energie tanken konnten, fiel es uns einigermaßen leicht. Wir wollten keine Zeit verlieren um vielleicht doch noch eine Chance auf eine Überfahrt zu bekommen. Wir hatten wirklich Sorge, dass es auch heute schlecht für uns aussieht. Unsere Gastgeberin Natalie zeigte sich aber auf Grund des blitzeblauen Himmels und der relativen Windstille ziemlich zuversichtlich. Sie sollte Recht behalten. Mit einer kleinen Einschränkung: heute um 10:45 Uhr fuhren für eine Woche die letzten Fähren, die Pferde transportieren. Die Stewards sagten mir, dass das Wetter sich in den kommenden Tagen nicht wesentlich bessern soll. Das lässt ja einiges für England erwarten. Schließlich ist die Insel nicht gerade für ihren Sonnenschein berühmt.

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Auf der Überfahrt mit der Fähre waren die Jungs so entspannt, als würden sie das täglich machen. Gott sei Dank waren die Maschinen im Bauch des Schiffes nicht allzu dröhnend und auch der Wellengang war kaum zu spüren. Sobald sich die Luken in Dover öffneten, strahlte uns ein blauer Himmel mit Sonnenschein entgegen. Wenn das kein gutes Zeichen ist, dachte ich. Fragt sich nur, für welchen Tag. Meine Erfahrungen im Linksverkehr belaufen sich auf null und das erste was uns entgegen kam war ein zweispuriger Kreisverkehr. Ich würde mal sagen, das nennt man einen Joker. Auf der zweistündigen Autobahnfahrt lief alles glatt. Doch dann ging es schon wieder los. Die Hauptstraße war immer wieder wegen „road works“ gesperrt. Die Alternativstrecke führte über Single-Track-Straßen. Deshalb gehören „passing places“ ab heute zu meinen neuen Lieblingsorten. Da können mir die entgegenkommenden Autos wenigstens Platz machen. Zum Schluss führte mich das Navi noch mitten durch den kleinen und sehr schönen Ort Chipping Campden. Der allerdings nicht wirklich für LKW-Verkehr geeignet ist. Zu guter Letzt sind wir nach einer insgesamt siebenstündigen Fahrt an unserem Ziel angekommen. Und wurden sehr freundlich empfangen. Emily – Bills head girl zeigte uns die Boxen und machte uns sogar eine Pizza warm. She made definitly our day. Morgen geht’s direkt mit meinem neuen Job als working student los. Ich kann es kaum erwarten. Vielleicht war der Begrüßungssonnenschein in Dover ja das Zeichen für einen guten Start im Team Levett.
Cheers,
Jörn