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Tag 12 – Turnierdebüt

Paul hat heute einen offiziellen Beschwerdeantrag gestellt: nur weil sein Vater Holländer ist, möchte er nicht die ganze Zeit mit dem Wohnwagen unterwegs sein! Sorry Paul! Darauf können wir zurzeit keine Rücksicht nehmen. Nachdem unser ursprünglich genanntes Turnier in Goaring Heath abgesagt wurde, sind wir heute Morgen um halb acht an die Südküste gefahren. Die Besitzer von Somerley Park waren so nett, für das ausgefallene Turnier Ersatzprüfungen auszuschreiben. Aber auch hier sind die sintflutartigen Regenschauer am Boden nicht spurlos vorbei gegangen. Gut nur, dass es hier scheinbar Land ohne Ende gibt und die sechs Dressurviereck immer wieder verschoben werden konnten, so dass der Boden einigermaßen erträglich war. Zumindest für englische Pferde. Paul fand es doof. Er hatte mit seiner großen Übersetzung auf dem kleinen Viereck (20×40) und dem zusätzlich tiefem Boden, echte Probleme. Ähnlich erging es ihm im Springen. So eine schlechte Runde hat er noch nie abgeliefert. Hinzu kommt in diesen beiden Disziplinen, dass Paul sich am Anfang der Saison gerne ablenken lässt. Peinlich, peinlich! Schließlich bin ich ja nicht nach England gefahren um schlechter zu reiten als Zuhause. Zu unserer Ehrenrettung muss ich sagen, dass Paul aber das beste Pferd im Gelände war! Und ärgerlicher Weise damit nur um 0,2 Punkte an der Platzierung vorbei geschrammt ist. Eine Stange weniger unten und wir hätten es mit Weile geschafft. Jetzt bin ich erstmal froh, dass wir unsere Premiere hinter uns gebracht haben und das sich die Winterarbeit im Gelände auszahlt. Dressur und Springen bekommen wir wieder in den Griff. Nächste Woche gibt es ja schon eine neue Chance. Dann in Weston Park.

Cheers,

Jörn

 

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The Park of Somerley

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Paul freut sich auf den Start! Und guckt sich neugierig die ungewöhnliche Umgebung an